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DSL Nachricht vom 18.09.2011

DSL Anbieter speichern unerlaubt Daten
Illegale Datenspeicherung von T-Mobile, E-Plus, o2 und Vodafone

Da staunte man doch nicht schlecht, Deutschland hat einen neuen Datenskandal im Land. Die deutsche Datensammelpraxis sei skandalös hieß es, man gab sich erbost und erstaunt, doch wen wundert dies wirklich noch?

T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 speichern die Funkzellendaten ihrer Nutzer länger als erlaubt, denn das Bundesverfassungsgericht hatte das umstrittene Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung Anfang März 2010 für verfassungswidrig erklärt. Es verstoße gegen Artikel 10 Absatz 1 des Grundgesetzes und damit gegen das Fernmeldegeheimnis.

Alle gespeicherten Daten seien daher "unverzüglich zu löschen". Dies ist aber scheinbar in allen vier Unternehmen nicht geschehen. Die Deutsche Telekom speichert grundsätzlich ein- und ausgehende Daten für 30 Tage, E-Plus legt noch einen drauf und speichert die Daten sogar 90 Tage. Vodafone und o2 halten sich ein bisschen bescheidener und speichern die Daten nur 7 Tage.

Dies gilt aber nur für die eingehenden Daten, bei den ausgehenden Daten legen beide Unternehmen noch tüchtig zu. Vodafone behält sie 90 Tage, o2 zwischen 30 und 182 Tagen, eigentlich hätten aber alle Daten unverzüglich gelöscht werden müssen. Stellt sich nun die Frage nach den Konsequenzen? Nein, denn der Kunde wird es hinnehmen wie es ist und seinen DSL Anbieter sicher nicht wechseln.

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