DSL

DSL Vergleich

DSL Nachricht vom 18.05.2011

DSL Angebote in den USA und Deutschland im Vergleich:
Droht die Rückkehr der "DSL Volumentarife" oder "Freistunden" auch in Deutschland?


Das Internet gehört für die meisten Menschen zum Alltag wie Wasser und Brot. Ein Haushalt ohne DSL Anschluss gilt schon als exotisch. Die Frage: "Wie du hast kein DSL, du kannst nicht im World Wide Web surfen", kommt einigermaßen erstaunt. Kein DSL ist heute unvorstellbar geworden.

Genauso unvorstellbar ist es heute für viele junge Menschen, dass man zu Beginn des WWW ordentlich bezahlen musste, um eine einigermaßen vernünftige Datenmenge zur Verfügung zu haben. Den Blick auf die Uhr kennen vor allem junge Leute nicht mehr, heute wird per DSL Flatrate gesurft, so lange wie man möchte und die Datenmengen sind auch egal. Das ist auch gut so im Zeitalter der Musik Downloads und Online Videotheken. Würde man heute für seine Datenmenge noch bezahlen müssen, wären Downloads lediglich für Reiche zugänglich. "Freistunden" und "verbrauchte Gigabytes" bzw. "DSL Volumentarife" sind Fremdwörter, kaum ein 15-jähriger weiß damit etwas anzufangen.

Doch das könnte sich eventuell bald ändern und zwar schneller als den meisten Menschen heute bewusst ist. In den USA, der Wiege des World Wide Web, kam der Großprovider AT&T auf die "geniale" Idee seinen Nutzern eine sogenannte "Data Cap" einzubauen. AT&T versorgt in manchen Regionen die Bewohner zu 100 Prozent mit Internet, AT&T ist Markt beherrschend in den USA. Künftig erhalten die Kunden nur noch 150 GB monatlich, Kunden mit Glasfaseranschluss erhalten 250 GB. Wer mehr verbraucht, muss dafür zahlen. Das erinnert doch ganz stark an Freistunden und verbrauchte Gigabytes (DSL Volumentarife) und tatsächlich ist der Gedanken von Deutschland nicht so weit entfernt.

Die Deutsche Telekom dürfte diesen Gedanken äußerst interessant finden. Ohnehin interessiert sich der Konzern für die Vorgänge in den USA. Nah dran ist die Deutsche Telekom schon. Die VDSL Anschlüsse ohne TV Entertain Paket enthalten bereits eine Datendrosselung. Wer einen VDSL Anschluss ohne Fernsehpaket bestellt, hat monatlich 100 GB zur Verfügung. Dies gilt für den VDSL 25 Anschluss. Sind die 100 GB verbraucht, wird die Übertragungsgeschwindigkeit des Internetzugangs für den Rest des Monats auf maximal 6.016 KBit/s für den Downstream und 576 KBit/s für den Upstream begrenzt. Für den VDSL Anschluss 50 gilt die Obergrenze von 200 GB.

Ähnlich verfährt auch der DSL Anbieter 1&1. Im DSL Tarif 1&1 Surf & Phone Flat erhält der Kunde ebenfalls 100 GB Datenvolumen monatlich, danach wird die Geschwindigkeit begrenzt. Es bleibt abzuwarten wann sich dieser Trend auch in Deutschland flächendeckend durchsetzen wird und DSL Kunden künftig wieder verbrauchte Megabytes im Überblick behalten müssen.

Fazit: DSL Tarife mit Volumenbegrenzung (DSL Volumentarife) sind als neuer Trend in Deutschland festzustellen. Das betrifft neben den mobilen Internettarifen (mobiles Internet, mobile Datentarife) besonders die sehr schnellen DSL Anschlüsse (VDSL, 25.000, 50.000).

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